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WEITERE HIGHLIGHTS
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GolfPunk-Tour 2013 - Hello Again! Nach einer gefühlt ewig langen Winterpause hält der geneigte wie treue Leser nach dem grandiosen Buyer’s Guide im M&a...
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Ladies German Open 2010 Auch Deutschlands Hoffnungsschimmer am Profiturnierhimmel, die Ladies German Open, litten in diesem Jahr unter dem nicht enden wollenden ...
Masters 2010 Tiger mag grösser als Golf sein, doch das Masters ist grösser als Tiger, daran liess der Vorsitzende des Augusta National in seiner Rede a...
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The Open 09 In einem dramatischen Kampf mit der Stätte seines grössten Erfolges und einer Horde Topathleten
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The Masters 2009 Augusta ist wieder Augusta. Sagenhafte Aufholjagden, Birdiejubel aus allen Richtungen und gebrochene Herzen – das erste Major des Jahres ist Ges...
Ladies German Open 2009 Als die Abendsonne den Golfpark Gut Häusern an diesem bildschönen 1. Juni 2008 in ein sanftes Rot tauchte, schmeckte das Weissb...
Snowgolf Die Verlockung ist gross: Ausgeschrieben sind ein Weltmeistertitel und 1.000.000 Dollar. Mit einem leeren Aktenkoffer machen wir uns auf den Weg nach Ob...
Ryder Cup 2008 Zum ersten Mal seit Menschengedenken fuhr ein europäisches Team als haushoher Favorit zu einem Ryder Cup. Das Resultat? Nicht so traurig, wie...
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von Jan Langenbein
Solheim Cup 2007
Kriegsbemalungen, ausgelassene Stimmung, keuchende Hunde und apokalyptisches Wetter … Wir waren für Sie dabei, als sich unsere Mädels den Golfmaschinen aus Übersee stellten …
Vorspiel
Es ist kurz vor Mitternacht und stockdunkel. Laut Navigationssystem bin ich auf dem richtigen Weg, nur noch knapp einen Kilometer von meinem Ziel entfernt. Mein Glaube an die Technik wird allerdings auf eine harte Probe gestellt, denn was auf dem Display wie eine gut ausgebaute Strasse aussieht, mutet vor meiner Windschutzscheibe wie eine Szene aus Jurassic Park an. Immer enger wird der Feldweg, immer dichter die Vegetation und immer tiefer die Pfützen, von denen jede das Potenzial haben könnte, meinen gemieteten Kleinwagen mitten in der schwedischen Einöde hoffnungslos versinken zu lassen. Schwer vorstellbar, dass in dieser gottverlassenen Wildnis der GolfPunk-Stützpunkt für die nächsten drei Tage zu finden sein soll. Die Jungs von GolfPunk Schweden haben eingeladen und nicht nur wir, sondern auch eine Abordnung aus dem Vereinigten Königreich hat sich angekündigt, hier in Halmstadt die europäischen Mädels zu unterstützen und drei Tage lang die Fahne aller GolfPunks hochzuhalten – koste es, was es wolle …
Aber das alles soll wirklich hier in diesem Dschungel stattfinden? Kaum zu glauben, aber als das Navigationssystem plötzlich „Arriving at destination“ quäkt, taucht zwischen den Bäumen eines dieser roten schwedischen Holzhäuser auf. Vom Lichtkegel meiner Schweinwerfer aufgescheucht versuchen fünf Gestalten, sich fluchend wieder ins Dunkle zu verdrücken; nur eine dieser Figuren, die sich anhand der unverkennbaren Physiognomie sofort und zweifelsfrei als Owen Blackhurst, seines Zeichens Obergolfpunk, identifizieren lässt, bleibt wie ein paralysiertes Reh stehen und blinzelt direkt in die Scheinwerfer. Ein drohendes „Turn the fuckin’ lights of!“ lässt keinen Zweifel mehr: Ich bin an meinem Ziel angekommen. Es lebe die Technik! Die Party kann beginnen!
PAULA CREAMER »ES IST ANDERS. ES REGNET.« … WILLKOMMEN IN EUROPA, PAULA. klein
Freitag
Zwar sind wir alle das erste Mal bei einem Solheim Cup live vor Ort, dafür aber strotzt unser Team geradeso vor Ryder-Cup-Erfahrung. Wir wissen also, was uns erwartet, denn der 1990 von PING-Gründer Karsten Solheim ins Leben gerufene Kontinentalvergleich kann mit allem aufwarten, was uns alle zwei Jahre beim grossen Bruder Ryder Cup in Verzückung versetzt. Egal ob es die furchtbaren Teamoutfits, die hoch dekorierten Ex-Spielerinnen, die nun einmal Captain spielen dürfen, ekstatische Zuschauer, gelangweilte Stewards oder verbitterte Ex-Spielerinnen, die nun beim Fernsehen eine zweite Heimat gefunden haben, sind – all das hat auch der Solheim Cup zu bieten. Mit einer erfreulichen Ausnahme: Securityrepressalien, die denen eines Hochsicherheitsgefängnisses gleichen, sind uns allen noch leibhaftig aus dem
K Club in Erinnerung. Schwere Kämpfe um Access-all-Areas-Pässe, ewiges Warten auf Interviewmöglichkeiten und Ganzkörperuntersuchungen an den Eingangstoren, auf all das sind wir gefasst. Doch die Dame im Pressezentrum lächelt freundlich: „Nicht beim Solheim Cup, nicht in Schweden!“, und drückt uns unsere Ausweise in die Hand. Diese Dinger sollten der Schlüssel zur totalen Berichterstattung sein.
Obwohl nun mit sämtlichen Sonderrechten ausgestattet gibt es bei dieser Witterung nichts, was uns aus dem trockenen und warmen Medienzentrum locken könnte. Niemand würde bei diesem Sturm, gepaart mit sintflutartigen Regenfällen, auch nur daran denken, seinen Hund vor die Tür zu jagen. Die Zumutbarkeitsgrenze liegt bei Golf Proetten aber offensichtlich höher als bei Hunden und somit führen die US Girls nach den ersten vier Matches mit 2,5 zu 1,5 Punkten.
Am Nachmittag trauen dann auch wir uns aus unserem Verschlag. Beeindruckt von der Länge und der Schwierigkeit des Platzes beziehen wir Stellung am 12. Fairway, wo uns Christie Kerr gleich eine Lehrstunde in langsamem Spiel erteilen sollte. Kerr spielt an diesem Nachmittag zusammen mit Nicole Castrale gegen Sophie Gustafson und Gwladys Nocera auf europäischer Seite. Der Schlag ins 12. Grün ist eine knifflige, weil äusserst lange Angelegenheit, bei der Kerr offensichtlich nichts dem Zufall überlassen will. Sie beginnt ihre Show mit den obligatorischen Gashalmen, um den Wind zu checken, danach folgen sagenhafte drei Minuten des andächtigen Innehaltens in der Ansprechposition. Offensichtlich unzufrieden mit ihrer Einschätzung des ständig drehenden Windes bricht sie ab, um 90 Sekunden hinter ihrem Ball zu verharren und die Windspiele in den Baumwipfeln zu beobachten. Als Sie endlich zufrieden mit ihrer Interpretation der Situation zu sein scheint, spricht sie erneut den Ball an, verharrt eine volle Minute in dieser Position und … Erraten, sie bricht erneut ab! Etwa zu diesem Zeitpunkt beginnt ein Schwede neben uns wie eine Kuh zu muhen. Die Menge kichert und das Spiel beginnt von Neuem. Nur um der journalistischen Sorgfaltspflicht Genüge zu leisten: Selbstverständlich schlug Kerr einen Hook mit der Flugbahn eines Kuhschwanzes und stapfte angesäuert weiter. Nach dieser Eskapade ist klar, dass sich dieses Match noch eine Weile hinziehen wird, und wir beschliessen deshalb, der Partie Laura Davies und Trish Johnson gegen Paula Creamer und Morgan Pressel zu folgen. Laura Davies verspricht schliesslich immer erstklassige Unterhaltung.
Keine Sekunde zu spät finden wir die grosse Dame des europäischen Golfs abseits der 14. Bahn. Ihr Ball liegt nach einem gepullten Teeshot im linken Rough. Zu dieser Bahn sei gesagt, dass es selbst nach einem perfekten Abschlag beinahe unmöglich wäre, bei diesen Windverhältnissen das Grün des Par 5 in zwei Schlägen zu erreichen, von einer Roughlage ganz zu schweigen. Wir stehen nur wenige Meter vom Ball entfernt und können daher eidesstattlich versichern, dass eine andere Option, als mit dem Driver das Grün zu attackieren, nicht einmal in Erwägung gezogen wurde. Ohne mit der Wimper zu zucken, lässt sich Davies die dicke Keule reichen und nimmt Mass. In diesem Moment ist es um Owen geschehen. Mit offenem Mund und ungläubigem Kopfschütteln verfolgt er, was sich da gerade vor seinen Augen abspielt, und stammelt Sätze wie: „Das ist brillant, einfach brillant! Laura Davies ist die Grösste!“ Auch der darauf folgende etwa 130 Meter lange Blindgänger, den Laura aus dem Rough schaufelt, kann Owen nicht wieder in die Realität zurückholen und wir zerren einen stammelnden GolfPunk zum nächsten Abschlag. „Habt ihr das gesehen, Jungs? Sie ist eine absolute Legende!“
Wenige Minuten später auf der 16 sollte sich dieser Zustand noch verschlimmern. Dieses beängstigende, 164 Meter lange Par 3 war die ganze Woche über für Spektakuläres gut, Lauras Auftritt am Freitagnachmittag sollte hier jedoch alles andere in den Schatten stellen. Creamer und Pressel konnten ihre Bälle nicht auf dem Grün unterbringen und öffneten Davies somit die Tür für einen sicheren Schlag mitten ins Herz des Grüns, was angesichts eines Bachs vor dem Grün, eines Bunkers links und etlicher Bäume rechts sicherlich eine weise Entscheidung gewesen wäre. Allerdings gewinnt man mit Angsthasengolf und einer Zweiputt-Strategie kaum vier Majortitel und über sieben Millionen Euro Preisgeld. Ein Sicherheitsschlag steht für eine Spielerin von Davies’ Kaliber nicht zur Debatte. Ähnlich wie auf der 14 geht jedoch auch dieser Versuch spektakulär in die Hose und endet nach einem kapitalen Socket im knietiefen Rough zwischen haushohen Bäumen. Wäre das mein Ball gewesen, ich hätte mich gar nicht erst auf die Suche gemacht. Eine unspielbare Lage, ohne jeden Zweifel. Nicht jedoch für Laura Davies, die ihren zweiten Schlag aus dem Rough, durch die Bäume hindurch, über den Bach und über das Grün feuert. Nur noch ein Chip-in aus über 10 Metern und das Loch wäre mit einem Par für Europa gewonnen. Gesagt, getan! Als der Ball im Loch verschwindet, fällt Owen in ein Wachkoma.
Für den Rest des Cups wird er nur noch einer Spielerin folgen und sein Stalking sollte am Ende erfolgreich sein. Aber der Reihe nach ... Auch wir stehen ungläubig am 16. Grün und können nicht glauben, was wir gerade gesehen haben. Niemand, dafür lege ich meine Hand ins Feuer, hätte nach diesem Katastrophenabschlag an dieser Stelle das Par gerettet. Niemand ausser Laura Davies. Driver aus dem Rough und eines der unglaublichsten Pars aller Zeiten innerhalb von drei Löchern – wir erleben gerade Momente für die Ewigkeit. Nicht nur Owen hat eine neue Heldin, wir alle. Und so können wir uns zufrieden nach einem grossartigen ersten Tag auf den Weg ins GolfPunk-Clubhaus in Downtown Halmstad aufmachen, wo nun die Party steigen kann.
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