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Tour Cards zu gewinnen

Monatsbecher war gestern. Mit der Tour Series Card 2013 kannst du eine ganze Saison lang auf die Jagd nach dem ganz grossen Preis gehen....  
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All4 Golf
Der Preis ist heiss

Unsere Freunde von All4 Golf haben ein paar nette Angebote, die wir niemandem Vorenthalten wollen....  
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Most Wanted
Aston Martin für alle

Das passende Besteck für eine Runde im Golfclub ihrer Majestät....  
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Text: Dominik Krautschun

n Amerika steht der Wahlkampf vor der Tür und wenn der mächtigste Mann der Welt zum Golfschläger greift, ist das immer ein Politikum. George Bush und Sohn spielen Golfcart-Polo, Barack Obama verschanzt sich beim Golfen hinter der Armee und Bill Clinton zimmert sich seine eigenen Regeln zurecht. Eine Geschichte über Golf, Macht und rohe Gewalt.

Der 15. Februar 1995 im Indian Wells Country Club in Kalifornien ist einer dieser Tage in der kalifornischen Wüste, die das Herz eines jeden Golfers höher schlagen lassen: Der Himmel strahlt in seinem magischen Blau, eine leichte Brise streicht über die Fairways und die Temperaturen bewegen sich um die 20 °C. Doch die drei Männer, die an diesem Morgen am ersten Abschlag stehen, fühlen sich in ihrer Haut bei weitem nicht so wohl, wie sie es durch ihr erzwungenes Dauerlächeln den umstehenden Zuschauern weismachen wollen. Das Bob Hope Chrylser Classic Pro-Am bereitet erstmals in der Geschichte der USA die Bühne für eine Tragödie, wie sie sich nur auf einem Golfplatz zutragen kann.

„Ronald Reagan ist ein Ehrenmann. Er lässt sich keinen Putt innerhalb eines Meters schenken.“
Tom Watson
Zwei ehemalige US-Präsidenten, George Bush und Gerald Ford, sowie der damals amtierende Präsident Bill Clinton stehen zusammen mit Bob Hope am ersten Tee und versuchen, ihre Nervosität durch zahlreiche Probeschwünge in den Griff zu bekommen und somit diese Tragödie nicht stattfinden zu lassen. Vergeblich. Millionen Fernsehzuschauer auf NBC und tausende Golf-Fans vor Ort werden Zeuge, wie sich drei Spitzenpolitiker zum Gespött der Golfwelt machten. Nach 18 Löchern zeugen nicht nur ihre Scorekarten für ihr Versagen – George Bush notiert eine 92, Bill Clinton eine 93 und Gerald Ford zählt 100 Schläge –, sondern es ist eine Auflistung, die man am nächsten Tag in allen Zeitungen des Landes lesen kann: Zuschauer getroffen: Bush 2, Ford 2, Clinton 0. Zuschauer mit dem Krankenwagen abtransportiert: 1. Stiche, mit denen die Wunde genäht werden musste: 10. Die damalige Mutter der Nation und Ehefrau von George Bush Barbara Bush kommentierte diesen Golftag ihres Mannes trocken: „Als ob es nicht schon genug Gewalt im Fernsehen zu sehen gäbe...“

Skandal: In den Schnellkursen teilen sich hunderte Ex-Schlecker-Angestellte jeweils wenige Objekte, an denen sie die Altenpflege überhaupt üben können.

Obama spielt Golf – weil es gut fürs Geschäft ist

Barack Obama wird diese historische Tragödie damals sicher im Fernsehen verfolgt haben. Er war zu dem Zeitpunkt 34 Jahre alt und hatte erst wenige Jahre zuvor das erste Mal in seinem Leben einen Golfschläger in die Hand genommen. Obama arbeitete 1995 in der Anwaltssozietät Miner, Barnhill and Galland und hielt einen Lehrstuhl für Verfassungsrecht an der University of Chicago. Es heißt, dass Obama das Golfspielen erlernen wollte, um auf dem Golfplatz Geschäftsbeziehungen zu vertiefen. Doch eine Lehre hat Obama aus dieser Fernsehtragödie von 1995 sicher gezogen: Spiele niemals Golf, wenn dich Millionen dabei sehen können! Diese Maxime hat der 44. Präsident der USA bisher befolgt. Es gibt nur wenige Filmchen auf YouTube, die den Präsidenten am Abschlag oder auf einer Driving Range zeigen. Der Platz, auf dem Obama bevorzugt abschlägt, ist streng von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Er befindet sich auf der Andrews Air Force Base nahe Washington, Zutritt für Zivilisten verboten. Doch gerade jetzt, da der Wahlkampf um die Präsidentschaft in die heiße Phase geht – die Wahlen finden Anfang November statt –, sind alle Informationen Gold wert, die von der jeweiligen Gegenseite ins Rennen geschickt werden, um den Herausforderer Mitt Romney oder Barack Obama ins schlechte Licht zu rücken. So zum Beispiel die Tatsache, dass Obama letzten Monat die 100. Runde im Rahmen seiner bisherigen Präsidentschaft gespielt hat. Die Republikaner schalteten landesweit Anzeigen, die Obama bezichtigten, sich mehr seinem Golfschwung oder seinem Griff zu widmen, als sich um die Belange des Landes zu kümmern. Frank Schwerin, Chairman der Republikanischen Partei im Collier County, Florida, einem der am härtesten umkämpften Swing States, keucht in seinen Telefonhörer, als ich ihn um seine objektive Einschätzung zu Obamas Liebe zum Golf bitte: „Lächerlich, Zeitverschwendung! Dringende Probleme... Afghanistan, Iran, Syrien... und dann dieser Schwung!“ In Florida ist beinahe jeder Einwohner ein Golfer – und Psychoanalytiker. Dass Präsident Eisenhower in seiner achtjährigen Präsidentschaft übrigens weit mehr als 800 Runden Golf gespielt hat, hinter dem Weißen Haus ein Putting Green anlegen ließ und seine Spike-Marks heute noch im Holzboden des Oval Office zu besichtigen sind, ist natürlich eine ganz andere Geschichte. Er war schließlich auch Republikaner.

Politiker: alle geschmiert.
Bush Sen. & Bush Jr. – Speed-Golf mit Disziplin

Wer mit den republikanischen Präsidenten Nummer 41 und 43 eine Runde Golf spielen gehen wollte, der konnte sich zumindest sicher sein, keine Zeit zu verschwenden. Länger als zweieinhalb Stunden dauerte es selten, wenn sich die beiden Bushs zu einer Partie verabredet hatten. Steve Howley, arbeitsloser Golf-Pro und glühender Anhänger der Republikaner, sah gerade darin die Stärke des 43. Präsidenten der USA: „George W. Bush konnte Entscheidungen treffen, auf dem Golfplatz und in der Politik. Der hat nicht ewig rumgewagglet. Der hat seinen Driver genommen und draufgehauen. So muss man das machen.“ Für konservative Amerikaner war die berühmte Szene aus Michael Moores Film „Fahrenheit 9/11“, die eigentlich als Kritik gedacht war, einfach ein weiterer Beweis für George W. Bushs Führungsstärke. Darin hatte dieser der Weltpresse kurz erkärt, wie die Welt zu retten wäre, und unterstrich dies mit einem doch recht beeindruckenden Drive. Während des folgenden Golfkriegs übrigens ließ George W. Bush seine Schläger dann doch besser im Bag stecken. Das Risiko, den nächsten Ball während eines Fernsehinterviews out of bounds zu driven und sich damit als menschlich und fehlbar zu entlarven, wäre wohl doch zu groß gewesen.

Der gemächtigste Mann der Welt: Pinkelpause

Obama traut seinem Schwung nicht

Apropos menschlich: Ray Beaufait analysiert Golfschwünge online. Barack Obama, von dem es allgemein heißt, er würde Handicap 16 spielen – es gibt dafür allerdings keine Beweise –, ist seiner Ansicht nach „ballbound“. Das bedeutet, dass der Präsident seinem Schwung nicht traut und direkt versucht, den Ball zu treffen, anstatt den Ball im Schwung zu treffen. Ob das eine psychologische Analyse ist? „Vielleicht“, meint Ray, „vielleicht auch nicht.

„Ich kann mit allem Recht behaupten, dass die Runde, die ich mit Barack Obama gespielt habe, die schlimmste meines Lebens war.“
Marvin Nicholson
Aber Obama ist ja auch Linkshänder. Da ist alles ein bisschen anders.“ Ein überzeugendes Statement klingt anders. Ein Video hingegen zeigt Obama beim seltenen Besuch einer Driving Range während eines Urlaubs auf seiner Heimatinsel Hawaii und offenbart, dass der aktuelle US-Präsident beim Golfen vor Publikum zumindest genauso nervös ist wie der übliche Golfer, der sich plötzlich von Zuschauern umringt sieht. Umgeben von einer Schar Bodyguards und einer Meute Touristen in Rufweite schreitet Obama zur Driving Range. Er macht mit zwei Schlägern über den Schultern ein paar halbherzige Aufwärmübungen, nimmt zwei, drei lockere Probeschwünge und trifft dann seinen ersten Ball so fett, dass er ein Divot in Handtaschengröße hinterlässt. Das enorme Rasenstück allerdings, das er dabei herausgeschlagen hat und das nun knapp einen Meter vor ihm auf der Range liegt, hebt er auf und setzt es wieder ein, als wäre er auf dem Platz. Selbstbewusstsein sieht anders aus. Vielleicht ist es aber auch nur gutes Benehmen.

Clinton ist ein Lügner – auf und neben dem Platz

Florida: Das Alkoholikermännchen lockt das Weibchen mit einem Brunftschrei.
Gutes Benehmen legte der 42. Präsident der USA Bill Clinton weder im Oral, äh, Oval Office noch auf dem Golfplatz immer an den Tag. Die Anekdoten, die der US-Journalist Don Van Natta jr. über Clintons legere Art, einen Score zu erzielen, zu erzählen hat, sind legendär. Clinton selbst behauptete 1998 steif und fest, auf dem Links-Platz des Farm Neck Golf Club in der Nähe von Martha’s Vineyard eine 79 gespielt zu haben – auf einem Golfplatz, der absolut nicht als „forgiving“ gerankt wird. Und diese 79 soll Clinton an einem stürmischen August-Tag gespielt haben. Beobachter verrieten Van Natta jedoch, dass Clinton an diesem Tag erst seinen dritten Ball am Abschlag ins Spiel gebracht hätte. Der erste Abschlag sei links ins Aus gegangen, der zweite nach rechts in Aus. Um also diese 79 an diesem Tag zu spielen, hätte er die folgenden 18 Löcher 2 über Par spielen müssen. Und wer Clinton 1995 beim Bob Hope Chrysler Classic Pro-Am gesehen hatte, der wusste, dass das unmöglich war. Doch diese kleinen Lügen über sein Golfspiel waren natürlich nichts gegen die Lüge, die Präsident Clinton im Januar 1998 im Fall Lewinsky aufbot. „I did not have sexual relationship with that woman, Miss Lewinsky.“ Wie sagte Oma doch immer so schön: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...
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