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Valeria und Esther

Sandkastenspielchen

02.05.2011 | Von Jan Langenbein

Da selbst schneeweiße Strände, azurblaues Meer und die Sonne Südafrikas auf Dauer langweilig werden, widmen sich Valeria und Esther nun Ihren Regelfragen.


Valeria und Esther: SandkastenspielchenValeria und Esther: Sandkastenspielchen
Gregor aus Nürtingen fragt:
Mein Bruder teet seinen Ball immer an der vordersten Kante der Tee-Box auf. Er kann also gar nicht anders, als seinen linken Fuß vor den Tee-Markern zu platzieren. Bitte erkläre ihm, dass er die Regeln bricht, auf mich will er nämlich nicht hören.

Valeria antwortet:
Sorry Gregor, aber Regel 11-1 sagt eindeutig, dass dein Bruder nichts Verbotenes tut. Nur der Ball muss sich innerhalb der Marker befinden. Er kann also stehen, wo immer er will.

Valeria und Esther: SandkastenspielchenValeria und Esther: Sandkastenspielchen
Christiane aus Zerbst fragt:
Neulich bemerkte ich kurz vorm wöchentlichen Match mit meinen Ladies, dass ich mein Lobwedge im heimischen Garten vergessen hatte. Ein kurzer Anruf bei meinem Mann genügte und er brachte mir den fehlenden Schläger auf den Platz, wo er mich am fünften Loch auch endlich antraf. Gibt es für solch eine Aktion während eines Turniers eine Strafe?

Esther antwortet:
Zuallererst einmal: Glückwunsch, meine Liebe! Keine Frage, wer bei euch zu Hause die Hosen anhat. Nach Regel 4-4 a hast du nichts Unerlaubtes getan. Solange die Anzahl der Schläger in deinem Bag nicht 14 überschreitet und du das Spiel nicht unnötig verzögerst, kann dein Mann gerne den Dienstboten spielen.

Valeria und Esther: Sandkastenspielchen
Volker als Walsrode fragt:
Während einer Runde letzte Woche spielte ich einen Putt in der Annahme, mein Spielpartner würde die Fahne bedienen. Mein Ball traf den Flaggenstock und blieb vor dem Loch liegen und ich bin mir absolut sicher, dass der Ball ins Loch gefallen wäre, hätte mein Partner die Fahne herausgenommen. Als ich mich darüber beschwerte, sagte er nur, ich hätte ihm schon sagen müssen, dass er die Fahne bedienen solle. Irgendwie komme ich mir betrogen vor - zu Recht?

Esther antwortet:
Nehmen wir mal an, dass es keine Absicht war - trotzdem lag dein Mitspieler in diesem Fall falsch. In Anmerkung eins zu Regel 17-1 wird festgelegt, dass dein Partner, wenn er nahe an der Fahne steht, auch dazu bestimmt ist, die Fahne zu bedienen. Hättest du ihn allerdings dazu aufgefordert, während der Ball schon in Bewegung war und das Bedienen der Fahne die Bahn des Balls beeinflusst hätte, dann hättest du dir zwei Strafschläge anrechnen lassen müssen. Gut also, dass du keinen Schrei ausgestoßen hast, als du gemerkt hast, dass dein Ball gut unterwegs war.




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