The Open Championship:

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McIlroys Sturm aufs Podium gestoppt

22.07.2017 | Von Fritz Lüders, Foto(s): Instagram/ @theopen

Alle guten Dinge sind drei: Am Moving Day in Birkdale kam diesmal kein Regen runter. Dafür hagelte es Rekorde.

Im beschaulichen Southport wurde am heutigen Samstag der Messias geboren. Zumindest hätte man das bei einem Blick über den Royal Birkdale Golf Club denken können. Bei goldenem Abendlicht, das es so wohl nur auf echten Linksplätzen der britischen Küste zu sehen gibt, rannten tausende Zuschauer wie in Trance über die meterhohen Dünen, um Rory McIlroy zu sehen und zu unterstützen. Selbst wenn man in großer Entfernung einen anderen Flight beobachtete, war es unüberseh- und unüberhörbar, wo der Nordire gerade seinen Auftritt ablieferte. Die von den hohen Dünen abgedeckten Bahnen explodierten förmlich, wenn Rory seinen Schläger zückte und die Kugel mit einem dumpfen Knall auf dem Grün ablegte. Spielte der 28-Jährige ein Birdie, war der Jubel lauter als bei einem Siegtreffer im Revierderby in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Als McIlroy nach fünf Bahnen drei unter Par lag, und die Zuschauer sich ihre Hände wund klatschten, dachte viele Fans, dass Rory nun nicht mehr aufzuhalten sei. "Come on, Rory! You will win, Rory!", hallte es aus den kreischenden Kehlen seiner Gefolgschaft. Mit breiter Brust und einem Stechschritt, den man so nur aus der nordkoreanischen Armee kennt, marschierte McIlroy den Kurs entlang - Claret Jug fest im Blick. Es wirkte so, als würde er nach der 18. Bahn geradewegs durch die Clubhauswand laufen, wenn ihn keiner aufhält. Dass es am Ende des Tages ganz anders kommen würde, konnte zu diesem Zeitpunk selbst Uri Geller nicht voraussehen.

@rorymcilroy is out on the course for his third round. Will he make a charge? #TheOpen⛳️

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Zeitgleich schrieb ein anderer Ende Zwanzigjähriger Geschichte: Branden Grace. Der Südafrikaner trug sich mit einem fetten Edding ganz oben in den Geschichtsbüchern ein, indem er die beste Runde bei einem Major jemals spielte. Lediglich 62 Schläge brauchte er für den Platz, auf dem er am Vortag noch eine 74 spielte. "Es fühlt sich großartig an", schwärmte der plötzliche Star über beide Wangen und gab sich schon im nächsten Moment kleinlaut: "Ich befürchte jedoch, dass DJ mir den Rekord noch streitig macht."

Dustin Johnson, der seit seinem Treppensturz vorm Masters nicht mehr an vorige Erfolge anknüpfen konnte, nahm Grace den Triumph nicht weg. Zwar schaffte er stolze vier Birdies auf den ersten sieben Bahnen, konnte nach der 18 jedoch "nur" eine 64er-Runde auf seiner Scorecard eintragen.

A piece of history. @brandengracegolf's scorecard from his record breaking round of 62. #TheOpen⛳️

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Einen weiteren Rekord stellte das älteste Golfturnier der Welt heute selbst auf: Noch nie kamen so viele Zuschauer zu einer Open Championship auf englischem Boden. Dem exzellenten Wetter geschuldet strömten die Zuschauer wie bei einem Apple-Vorverkaufstag zum Ort des Geschehens. Für morgen ist die absolute Apokalypse vorhergesagt: Bei eher steigenden Besucherzahlen wollen Bahnmitarbeiter ausgerechnet am Sonntag streiken. In welchem Verkehrschaos diese provokante Entscheidung enden mag, können wir uns gar nicht ausmalen.

Ein bitteres Ende gab es heute auch für den "göttlichen" Rory McIlroy. Nach seinem berauschenden Start schlug er an der Sieben, einem Par 3, seinen Abschlag nur zwei Meter neben die Fahne. Da diese allerdings so nah am Grünrand stand, dass ihr Schatten bis aufs Rough fiel, war der Schuss von ihm zu ungenau. Aus dem tiefen Rough brauchte Rory anschließend zwei Schläge bis aufs Grün - der Auftakt für eine Bogey-Serie. Zwar wird der Brite diese Open Championship wohl nicht mehr gewinnen können, dafür sind er und seine Fans sich sicher: Rory is back!

-11 after 3 Rounds. Phenomenal. #TheOpen⛳️

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Jordan Spieth ließ auch heute nichts anbrennen und baute seine alleinige Führung weiter aus. Mit einer -11 sonnt sich der Amerikaner ganz oben auf dem Siegertreppchen. Ob er dort auch morgen zum Champion gekrönt wird? GolfPunk wird live berichten!

Der große Open-Bericht mit allen Behind-the-Scenes-Stories wird im kommenden GolfPunk-Magazin zu finden sein. Hier könnt ihr euch eure Ausgabe vorbestellen.




 
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